Chronik

Am 7. Oktober 1913 fand auf dem Fuchsenboden in Kaiser-Ebersdorf die kommissionelle Begehung der Bauparzelle statt. Die 1915 fertiggestellte Erzherzog-Friedrich-Landwehr-Artilleriekaserne war in Wien der letzte große Kasernenbau der ausgehenden Monarchie, geplant vom Architekten Paul Hoppe. Am 25. Mai 1917 fand in Anwesenheit von Erzherzog Albrecht Franz die Grundsteinlegung zum Bau der St.-Barbara-Kapelle statt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Gebäudekomplex vom Bundesheer als Kaserne und Depot genutzt, insbesondere für Waffen aus der 1927-1930 auf dem ehemaligen Exerzierplatz Simmeringer Haide entstandenen Staatsfabrik der Heeresverwaltung. Als weitere Nutzer folgten die deutsche Wehrmacht und die Rote Armee.

Nach 1955 wurde die Kaserne nicht mehr vom Bundesheer übernommen, sondern 1956 zunächst für die Unterbringung von Ungarnflüchtlingen genutzt – im Zuge der Ungarnkrise entstanden über tausend Wohnungen für geflüchtete, sich dauerhaft in Österreich niederlassende Ungarn. 1960 wurde der Österreichische Flüchtlingsfonds der Vereinten Nationen eingerichtet, um den Reinertrag aus der Vermietung dieser Wohnungen zu verwalten. In den 1970er Jahren erfolgte auf dem Areal ein weiterer Ausbau der Wohnsiedlung: Als diese Wohnungen 1972 geplant wurden, waren sie ursprünglich für indische Flüchtlingsfamilien aus Uganda vorgesehen, wurden aber bei der Fertigstellung 1975 an lateinamerikanische und südostasiatische Geflüchtete vergeben, da die wenigen in Österreich verbliebenen Uganda-Flüchtlinge bereits untergebracht waren.

1974 wurde ein Drittel des Areals verkauft; auf dem veräußerten Grundstück entstand ein Einkaufszentrum, das heutige Huma Eleven.

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