Chronik

Das Wappen des 7. Bezirks ist viergeteilt und mit einem Herzschild belegt. Die fünf Felder vereinigen die Wappen der ehemaligen Vorstädte Neubau, St. Ulrich, Schottenfeld, Altlerchenfeld und Spittelberg.

Neubau: Vor rotem Hintergrund ist ein silberner Halbmond abgebildet, darüber steht ein goldenes Kreuz. Dies symbolisiert wahrscheinlich den Sieg und die Abwehr bei der Türkenbelagerung 1683.

St. Ulrich: Vor blauem Hintergrund steht auf einer grünen Wiese der Heilige Ulrich von Augsburg. Er trägt ein bischöfliches Gewand und einen roten Mantel, seine Rechte hält einen goldenen Krummstab, die Linke umfasst einen silbernen Fisch. Der Legende nach soll der heilige Bischof ein Stück Gänsebraten einem Boten zum Geschenk gemacht haben, das sich am folgenden Fasttag, nachdem man den Bischof deshalb angeklagt hatte, in einen Fisch verwandelt haben soll.

Schottenfeld: Redendes Wappen. Vor silbernem Hintergrund ist auf einer grünen Wiese ein wandernder Schottenpriester abgebildet. Der Priester (Benediktiner) trägt ein braunes Mönchsgewand und hält in seiner Rechten einen Stab. Das Wappenfeld spielt auf die Grundherrschaft des Schottenstifts an.

Altlerchenfeld: Redendes Wappen. Vor rotem Hintergrund liegt ein silbernes Kreuz, das sich über den gesamten Schild erstreckt. Vier goldene Lerchen mit ausgebreiteten Flügeln sind in den vier Ecken des Schildes abgebildet.

Spittelberg: Vor rotem Hintergrund ist ein grüner Felsenberg mit einem blauen Reichsapfel belegt abgebildet. Aus dem goldverzierten Reichsapfel ragt ein goldenes Kreuz. Über dem Felsenberg schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer silbernen Taube, die von einem goldenen Strahlenkranz umgeben ist. Die Taube und der Reichsapfel entstammen dem großen Siegel des Bürgerspitals, das hier lange Zeit die Grundherrschaft innehatte.

Hugo Gerard Ströhl konzipierte das Wappen 1903/1904 für die Versorgungsheimkirche. Diese 1904 publizierte Fassung entsprach bereits im Wesentlichen der heutigen. Ströhls Entwurf diente demjenigen von Oktober 1985 im Auftrag des Wiener Stadt- und Landesarchivs erstellten und 1992 umgesetzten Wappen als Vorlage. Es entspricht der aktuellen Fassung von 2015, die lediglich den Felsenberg im 4. Feld nun ganz grün tingiert, während die vorigen Entwürfe durch braune Schraffierung auch eine Felsstruktur andeuteten. Die Metalle Gold und Silber wurden 2015 durch Gelb und Weiß ersetzt.

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