Chronik

Das Vienna International Centre, VIC, besser bekannt als UNO-City, zählt zu den bedeutendsten Standorten internationaler Organisationen weltweit. Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1973 und 1979 unter der Ära Bruno Kreisky nach Plänen des österreichischen Architekten Johann Staber errichtet. Bereits 1967 hatte Österreich den Vereinten Nationen angeboten, ein internationales Amtssitzzentrum in Wien zu schaffen. Heute beherbergt das VIC unter anderem das Büro der Vereinten Nationen in Wien, UNOV, sowie mehrere internationale Organisationen. Österreich stellt den Vereinten Nationen das Gelände für 99 Jahre zu einem symbolischen Pachtzins von sieben Eurocent pro Jahr zur Verfügung, während die ansässigen Organisationen ihre Betriebskosten selbst tragen.

Die Anlage erstreckt sich über rund 17 Hektar und umfasst sechs Y-förmige Bürotürme, die paarweise um ein kreisförmiges Konferenzgebäude angeordnet sind. Grundlage der Planung ist ein sechseckiges Raster, das eine möglichst geringe gegenseitige Beschattung der Gebäude ermöglicht, insgesamt stehen etwa 230.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Dem Bau ging ein internationaler Architekturwettbewerb voraus: Zwar gewann der argentinische Architekt César Pelli den Wettbewerb, nach einer Überarbeitung der besten Entwürfe entschied sich die österreichische Bundesregierung jedoch für das Konzept von Johann Staber – eine Entscheidung, die zu einer politischen Kontroverse führte, jedoch nichts an der Umsetzung änderte.

In unmittelbarer Nachbarschaft entstand zwischen 1983 und 1987 das Austria Center Vienna, Österreichs größtes Kongresszentrum. Gemeinsam mit der seit 1982 bestehenden Anbindung an die U-Bahn-Linie U1 trug der Komplex wesentlich zur Entwicklung der Donau City bei. Seit 2004 wurden die Gebäude des VIC umfassend modernisiert, wobei unter anderem asbesthaltige Baustoffe entfernt wurden. Heute arbeiten rund 5.000 Menschen im Vienna International Centre.

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