Chronik

Ob für eine Radtour mit Blick aufs Wasser oder ein Picknick am plätschernden Bach: Wer sich nach einem erholsamen Kurzurlaub ohne lange Anreise sehnt, ist an den charmanten und grünen Uferpromenaden des Liesingbaches genau richtig. Entlang des bereits renaturierten über 9 km langen Abschnittes hat sich der Liesingbach während der letzten 20 Jahre zu einem ökologisch intakten Gewässer und einem wahren Naturjuwel entwickelt. Seit 2020 geht das ökologische Großprojekt auch wieder im 23. Bezirk weiter: In sechs Bauabschnitten wird das harte Korsett der alten Verbauung aufgebrochen, ein Regenwassersammelkanal in die Bachsohle gelegt, modernster Hochwasserschutz verbaut und der Bach naturnahe rückgebaut.

Um die Wasserqualität des Liesingbaches zu verbessern, wird ein zusätzlicher Transport- und Speicherkanal in die Bachsohle verbaut. Dieser transportiert verunreinigte Straßenabwässer in den ersten Minuten eines Regenereignisses zur Kläranlage nach Simmering, bei längerem Regen sind die Straßen bereits sauber und das Wasser kann bedenkenlos in den Bach geleitet werden. Zusätzlich erfüllt der Kanal gemeinsam mit dem bereits errichteten Speicherbecken Gelbe Haide eine wichtige Speicherfunktion, um bei Starkregenereignissen vor Überflutungen zu schützen.

Mit der neuen Gestaltung des Baches mittels Bachverbreiterung, abgeflachten Ufern, Schotterbänken, Weidenfaschinen und weiteren Maßnahmen werden neue Lebensräume für Fauna und Flora geschaffen, der Bach erhält seine natürliche Funktionsfähigkeit und seine Selbstreinigungskraft zurück. Bis 2027 wird dieses Kanalbau- und Renaturierungsvorhaben unter dem Titel Integrativer Hochwasserschutz Liesingbach fertiggestellt. Dann heißt es auch für die restlichen, derzeit noch hart verbauten Abschnitte des beliebten Naherholungsgebietes mitten in Wien zurück zur Natur.

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