Chronik

Das denkmalgeschützte Gebäude des Bezirksmuseums Liesing steht in der früheren Atzgersdorfer Gärtnergasse, ab 1954 Canavesegasse. Es wurde 1884 als Knabenvolksschule in nur 10 Monaten Bauzeit fertiggestellt, das Schulhaus wurde aufgrund der intensiven Industrieansiedelungen in Atzgersdorf und Umgebung und der dadurch zunehmenden Schülerinnenzahl notwendig. Mit dieser Schule wurde hier auch erstmals 1884/85 eine Trennung von Knaben- und Mädchenschulen vorgenommen. 1908 wurde zusätzlich die Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumsschule zum 60. Regierungsjahr des Kaisers als Doppelbürgerschule in der Steinergasse eröffnet. Seit 1983 ist in der Canavesegasse 24 das Bezirksmuseum Liesing untergebracht.

Ausstellungsschwerpunkte des Museums sind volkskundliche Sammlungen, eine Sonderausstellung über Puppen und Spielwaren des 20. Jahrhunderts oder Ausstellungsbereiche zur Industriegeschichte des Bezirks, etwa der Brauerei Liesing. Ein Highlight bildet eine Dauerausstellung mit einem Kleinbahnmodell der originalgetreu nachgebauten Eisenbahnstrecke Atzgersdorf–Liesing zur Zeit der 1970er Jahre. Auch Künstler:innen mit Bezug zu Liesing, wie Hugo von Hofmannsthal, werden in Ausstellungsbereichen thematisiert.

Jeden 1. Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr findet im BM23 ein Dialogtreffen mit dem Verein für Industriegeschichte(n) Liesing statt, im hauseigenen Festsaal können zudem Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen und Konzerte besucht werden. Am 9. März 2025 fand von 10 bis 16 Uhr wieder der Tag der Wiener Bezirksmuseen statt, das Bezirksmuseum Liesing widmete sich mit Sonderausstellungen und Veranstaltungen dem Themenschwerpunkt Liesing zwischen 1945 und 1955.

Bezirksmuseum Liesing, Canavesegasse 24, 1230 Wien, Tel. 0664 1878487, bm1230@bezirksmuseum.at, www.bezirksmuseum.at/liesing. Geöffnet Mi und Sa 9–12 Uhr.

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