Über das Unternehmen

Das FILMCASINO, das letzte aktive Lichtspieltheater in Margareten, zählt zu den wohl bekanntesten und schönsten Arthouse-Kinos der Stadt. Bereits 1911 gab es in der Margaretenstraße 78 ein Kinematographentheater, das bis 1919 Filme zeigte. Später wurde es umbenannt in Margaretner Bürgerkino. 1938 wurde das Kino „arisiert" und wäre 1946 beinahe Opfer einer einstürzenden Feuermauer geworden. 1954 erfolgte eine völlige Umgestaltung durch den Architekten Albrecht F. Hrzan, die dem FILMCASINO sein typisches Ambiente verlieh: klassische 50er-Jahre-Architektur voll Zeitgeist. Anfang der 70er wurde das Kino geschlossen und diente danach einem jugoslawischen Kulturverein als Veranstaltungsort.

Nach mehrjährigem Dornröschenschlaf drohte dem leerstehenden Einsaalkino schließlich das Schicksal einer Umwidmung – eine Supermarktkette interessierte sich. Aber es sollte anders kommen: Beflügelt vom Erfolg des „Filmhaus Stöbergasse" wagte die VHS Margareten einen mutigen Schritt: sie pachtete das leerstehende, heruntergekommene Kino und entdeckte hinter alten Tito-Bildern ein aus den 50er-Jahren stammendes architektonisches Juwel. Am 21. September 1989 wurde das FILMCASINO, sanft renoviert von den Architekt:innen Elsa Prochazka und Silvin Seelich und mit einer neuen Kinosaal-Decke gestaltet von Johanna Kandl, mit einem großen Fest wiedereröffnet.

Seither haben weit über 2 Millionen Menschen das FILMCASINO besucht. Es spielt mehrmals täglich Filme in Originalfassung mit Untertiteln und bietet neben dem täglichen Programm viele Sonderformate, Filmpremieren und Retrospektiven: das Akkordeonfestival im März, Cine Latino (alle 2 Jahre) im April, Queer Frames im Juni, Slash ½ im Mai, das Slash-Filmfestival im September und Japannual im Oktober. 2025 wurde das FILMCASINO von der „Entertainment-Bibel" Variety als eines der 21 coolsten Kinos der Welt ausgezeichnet.

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