Chronik
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veränderten zahlreiche Verkehrsbauten das Gesicht des Bezirks. Im Zuge der Projektierung der Unterpflaster-Straßenbahn, Linien 62 und 65, von der Wiedner Hauptstraße über die Kliebergasse und den Wiedner Gürtel zum Matzleinsdorfer Platz 1968/1969 wurde auch die 1951 begonnene Unterführung des Gürtels mit einer Verbreiterung auf vier Fahrspuren abgeschlossen und eine Verbindung zur Schnellbahn geschaffen. 1959–1961 wurden die Straßenbahnlinien 13, 61 und 63, 1969 auch die Linie 6 im Bezirksbereich aufgelassen und durch Autobusse ersetzt, 1986 wurde die bezirksinterne Linie 12A geschaffen.
Am 1.1.2018 stammten von einer Bezirksbevölkerung von 55.640 Personen 14.635 aus Nicht-EU-Ländern. Seit den späten 1960er Jahren nahm die Arbeitsmigration aus Jugoslawien und später auch aus der Türkei immer mehr zu, und aufgrund des vergleichsweise niedrigen Mietniveaus nahm der Anteil dieser Zuwanderer an der Bezirksbevölkerung deutlich zu. Dazu kamen auch Zuwanderungswellen infolge diverser Flüchtlingswellen im Zuge des jugoslawischen Bürgerkriegs und der Flüchtlingskrise im Jahr 2015.
Die Verbauung vollzog sich anfänglich entlang der Schönbrunner und der Margaretenstraße. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der sogenannte Draschegürtel, der sich auch über Margaretner Gebiet erstreckte, von der Stadt Wien angekauft und im Rahmen der sozialdemokratischen Wohnbauprogramme weitgehend mit städtischen Wohnhausbauten verbaut; es entstanden die Anlagen Metzleinstaler Hof 1923/1924, Reumannhof 1924, Julius-Popp-Hof 1925, Herweghhof 1926/1927, Julius-Ofner-Hof 1926/1927, Matteottihof 1927 und Franz-Domes-Hof 1928–1930. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde als letzte verbliebene Lücke auch der Heu- und Strohmarkt verbaut, Theodor-Körner-Hof; in diesem Bereich entstand auch das Südturm-Wohnhochhaus. Ab 1984 wurden im Zug der Stadterneuerung über 100 Gebäude total- oder sockelsaniert, 1990 begann die Sanierung des Schlossquadrats.

