Aus Tradition in Verbundenheit mit den Menschen
Im Jahr 2026 feiert das Evangelische Krankenhaus sein 125-jähriges Bestehen. Die Zeit ist nicht stehen geblieben. Dem Geist und der Tradition der Gründer verbunden, hat es mit dem Fortschritt der Medizin nicht nur stets Schritt gehalten, sondern diesen auch durch neueste innovative Behandlungstechniken unterstützt.
Wie alles begann
Wer heute die großzügig ausgestatteten Empfangsräume des Evangelischen Krankenhauses in Wien-Währing betritt, kann sich wohl kaum vorstellen, dass die Gründung dieses Hauses aus der Armenpflege hervorging. Ebenso wenig lässt die durchwegs „weltliche" Atmosphäre erkennen, dass die Errichtung des alten Spitals handfeste kirchenpolitische Hintergründe hatte. Ende des 19. Jahrhunderts hatten Protestanten in Wien ein Problem, eine adäquate Pflege oder medizinische Betreuung zu erhalten. Paul von Zimmermann, prominenter evangelischer Pfarrer in Wien, hatte um 1880 die Intention, ein eigenes Diakonissenkrankenhaus zu errichten. Über zwanzig Jahre sollten noch vergehen, bis dieser Wunsch in Erfüllung ging.
Eröffnung im Jahre 1901
Am 6. Oktober 1899 wurde der Grundstein für das neue Diakonissenkrankenhaus in 1180 Wien gelegt und bereits am 25. Oktober 1901 erfolgte unter beachtlicher öffentlicher Aufmerksamkeit die Einweihung des Gebäudes.
Spenden finanzieren das neue Spital
Mit dem ärztlichen Leiter Josef Fabricius – einem namhaften chirurgischen Gynäkologen – gelang es in Zusammenarbeit mit der Diakonissin Nanny Kremeir, das neue Diakonissenspital unter großem persönlichem Einsatz zum Laufen zu bringen. Schwester Kremeier war eine wertvolle Unterstützung, nicht nur fachlich, sondern auch im Aufbringen der finanziellen Mittel, um das neue Krankenhaus überhaupt führen zu können. Dank seiner schon damals modernen Ausstattung und seiner medizinischen Kompetenz, vor allem in den Bereichen Gynäkologie und Chirurgie, zählte das Krankenhaus in dieser Zeit zu den modernsten Spitälern Wiens.
Das Diakonissenspital wird zum Evangelischen Krankenhaus
90 Jahre nach Eröffnung des Diakonissenkrankenhauses wird nach nur zweijähriger Bauzeit im Jahre 1991 der Neubau als Evangelisches Krankenhaus mit 170 Betten eröffnet. Die Interne Abteilung verblieb am Standort Alsergrund mit 90 Betten. Das neue Management zeigt sich nicht nur in baulichen Angelegenheiten sattelfest, sondern auch in der Wahl seiner ärztlichen und pflegerischen Leitungen für die Abteilungen Orthopädie, Innere Medizin, Neurologie, Chirurgie, Anästhesie und Physikalische Medizin. Im Jahre 2001 feierte das Evangelische Krankenhaus sein 100-jähriges Jubiläum sowie die Zusammenlegung der beiden Standorte am Standort Wien-Währing mit nunmehr insgesamt 284 Betten.
Wir heißen unsere Patienten herzlich willkommen!
Das Leistungsangebot des Evangelischen Krankenhauses auf den Gebieten Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, HNO, Augenheilkunde, Anästhesie und Innere Medizin mit den Schwerpunkten Angiologie, Gastrologie, Rheumatologie und Schilddrüsenerkrankungen erfährt seitens der Wiener Bevölkerung großes Interesse. Kurze Wartezeiten auf Behandlungen, fachärztliche Betreuung rund um die Uhr sowie die Zertifizierung der OP- und AWZ-Bereiche sind nur einige Argumente für die ausgezeichnete Qualität des Hauses.
Topmedizin trifft auf High-Tech-Gerätschaften
Der Einzug der KI macht sich in allen medizinischen Abteilungen bemerkbar. Besonders die Orthopädie erreicht dank KI-gesteuerter Technik beste Ergebnisse bei Gelenksersatzoperationen. Insgesamt stehen für die optimale Behandlung der Patienten über 600 Mitarbeiter aus allen Bereichen zur Verfügung. Doch das allein macht die Beliebtheit des Evangelischen Krankenhauses lange nicht aus – Freundlichkeit, Professionalität sowie die Freude am Beruf sind wichtige Attribute der Mitarbeiter, die den jährlich mehr als 16.000 Patienten ein herzliches Willkommensgefühl vermitteln.

