Chronik
Das Bezirkswappen von Simmering ist dreigeteilt; seine drei Felder vereinigen die Wappen der ehemaligen Vororte Simmering, Kaiserebersdorf und Albern. Simmering wird vor blauem Hintergrund durch den silbernen Großbuchstaben „S" dargestellt, der dem Siegel der Herren von Simoning entstammt, die hier die Grundherrschaft innehatten und deren Namen sich der Bezirksname herleitet. Kaiserebersdorf zeigt vor goldenem Hintergrund ein springendes schwarzes Einhorn, das ursprünglich aus dem Wappen der Herren von Meißau stammt und 1435 durch den letzten Meißauer erbweise den Herren von Hintperg-Ebersdorf übertragen wurde; diese führten es bis zu ihrem Erlöschen 1556 neben ihrem Stammwappen und hatten die Herrschaft in Kaiserebersdorf inne, bevor das Dorf an den Landesfürsten fiel. Albern zeigt vor rotem Hintergrund einen blauen Kreis mit zwei gekreuzten silbernen Fischen, die den in Albern traditionsreichen Fischfang symbolisieren.
Hugo Gerard Ströhl konzipierte das Wappen 1903/1904 für die Versorgungsheimkirche; diese 1904 publizierte Fassung enthielt entsprechend dem damaligen Bezirksterritorium nur die Wappen von Simmering und Kaiserebersdorf, von Blau und Gold geteilt, oben der silberne Buchstabe „S", unten das schwarze springende Einhorn. Ströhl ließ den Entwurf auch in ein Wiener Gesamtwappen einfließen, bei dem er sämtliche Bezirkswappen zu einem gemeinsamen Wappenschild vereinte.
Der im Mai 1987 im Auftrag des Wiener Stadt- und Landesarchivs erstellte und 1992 umgesetzte Entwurf trug den späteren Gebietsänderungen des Bezirks Rechnung und fügte das Wappen von Albern bei, das 1938 eingemeindet worden war. Dies entspricht der aktuellen Fassung von 2015, in der lediglich die Metalle Gold und Silber durch Gelb und Weiß ersetzt wurden. Die Felder des Bezirkswappens von Simmering gehen auf Siegelbilder und Symbole der ehemaligen Vororte zurück, die ab 1890 im Zuge der Stadterweiterungen zu diesem Bezirk zusammengeschlossen worden waren.

