Chronik
Das Bezirkswappen von Ottakring ist zweigeteilt; die zwei Felder vereinigen die Wappen der ehemaligen Vororte Ottakring und Neulerchenfeld. Ottakring wird vor grünem Hintergrund durch einen roten Wappenschild auf einem Dreiberg dargestellt, darin ein silbernes schwebendes Kreuz; darüber ist mit goldener Einfassung, besetzt mit roten und blauen Edelsteinen und einem goldenen Ankerkreuz, eine silberne Mitra dargestellt. Das Wappen ist eine Anspielung auf das Stift Klosterneuburg, das vor 1848 die Grundherrschaft eines Großteils des Ortes innehatte. Neulerchenfeld zeigt vor schwarzem Hintergrund drei goldene, fliegende Vögel und einen goldenen Baum – ein redendes Wappen, dessen drei Lerchen auf die Bezeichnung Lerchenfeld anspielen.
Die 1904 publizierte Fassung des Heraldikers Hugo Gerard Ströhl entsprach bereits der heutigen, einzig die Einfassungen der Mitra waren mit silbernen Perlen und Rauten an der unteren Borte und goldenen Steinen an der oberen belegt, ebenso das Mitrenkreuz. Ströhl ließ den Entwurf auch in ein Wiener Gesamtwappen einfließen, bei dem er sämtliche Bezirkswappen zu einem gemeinsamen Wappenschild vereinte; im Ottakringer Wappenfeld erscheint im Vergleich zum Bezirkswappen die Mitra dabei schmucklos.
Die im Oktober 1985 im Auftrag des Wiener Stadt- und Landesarchivs erstellte und 1992 umgesetzte Fassung behält an der Mitra nur den roten Stein in der Mitte des Kreuzes bei. Die aktuelle Fassung von 2015 zeigt den Besatz mit roten und blauen Steinen, entspricht ansonsten derjenigen von 1992; die Metalle Gold und Silber wurden durch Gelb und Weiß ersetzt. Die Felder des Bezirkswappens gehen auf Siegelbilder und Symbole der ehemaligen Vororte zurück, die 1890 im Zuge der Stadterweiterung zu diesem Bezirk zusammengeschlossen worden waren.

