Chronik
Der Heraldiker Hugo Gerard Ströhl entwarf die Wiener Bezirkswappen 1903/1904 im Auftrag der Stadt Wien als Schmuck der Versorgungsheimkirche; bei den späteren Fassungen wurden die 1938 erfolgten Gebietsänderungen berücksichtigt. Das Wappen von Döbling ist achtmal geteilt und mit einem Herzschild belegt. Die neun Felder vereinigen die Wappen der ehemaligen Vororte Heiligenstadt, Unterdöbling, Nussdorf, Salmannsdorf, Neustift am Walde, Sievering, Kahlenbergerdorf, Grinzing und Oberdöbling.
Vor silbernem Hintergrund steht in Heiligenstadts Feld der Erzengel Michael als Seelenwäger mit goldenem Schwert und goldener Waage, Patron der Heiligenstädter Kirche St. Michael. Unterdöbling zeigt vor goldenem Hintergrund den heiligen Jakob, Kirchenpatron der Heiligenstädter Pfarrkirche. Nußdorfs redendes Wappen zeigt vor blauem Hintergrund einen goldenen Baumstamm mit drei goldenen Nüssen – ein Verweis auf die vielen dort wachsenden Nussbäume, nach denen der 1114 als Nuzdorf erstmals erwähnte Ort benannt wurde. Salmannsdorf zeigt den an einen Baum gefesselten heiligen Sebastian, Patron der dortigen Kapelle, Neustift am Walde den heiligen Rochus mit Pilgerstab und Hund, Kirchenpatron der Neustifter Pfarrkirche.
Sievering zeigt den heiligen Severin, dessen Verehrung man im 19. Jahrhundert fälschlich mit dem Ortsnamen in Verbindung brachte – tatsächlich ist ein Severinsaltar erst 1429 nachweisbar. Das Kahlenbergerdorf zeigt den heiligen Georg als Drachentöter, Kirchenpatron der dortigen Pfarrkirche. Grinzing zeigt einen Mann mit einer blauen Weintraube als Symbol des dort ansässigen Weinbaus, und Oberdöbling schließlich eine goldene Weintraube vor blauem Hintergrund, die ebenfalls den dort betriebenen Weinbau symbolisiert. Die im Oktober 1985 im Auftrag des Wiener Stadt- und Landesarchivs erstellte Fassung wurde 1992 umgesetzt und 2015 in der aktuellen Version fixiert, wobei die Metalle Gold und Silber durch Gelb und Weiß ersetzt wurden.

