Chronik

Erlaa wird erstmals um 1114 als Erila urkundlich genannt, wohl von Erlenache oder Erlengehölz abzuleiten, die nächste Nennung fällt in die Zeit um 1170 mit dem Namen Erlahe. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts werden die urkundlichen Belege häufiger, das Gassendorf entspricht der S-förmigen Windung der Anton-Baumgartner-Straße und der Erlaaer Straße. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts kennen wir die Inhaber der Grundherrschaft, bis Mitte des 16. Jahrhunderts bestand durch die Familie Eckartsauer ein Zusammenhang mit Mauer und Kalksburg. 1775 erwarb Georg Adam Fürst Starhemberg die Grundherrschaft von Erlaa, das Erlaaer Schloß. Alterlaa liegt unmittelbar östlich von Atzgersdorf am rechten Ufer des Liesingbachs, der die Trennlinie bildet, das Schloss liegt am östlichen Ortsende, nach Süden hin breitet sich ein großer Park aus.

Anfang des 19. Jahrhunderts machte sich die Industrialisierung durch Fabriksgründungen bemerkbar, die steigenden Bevölkerungszahlen führten im Vormärz, 1835/1836, zur Entstehung eines neuen Ortsteils an der Verbindung zur Triester Straße: Neuerlaa, das 1869 schon ebenso viele Einwohner hatte wie Alterlaa. Erlaa entwickelte sich besonders zwischen 1860 und 1873 sehr stark, Dorf und Schloss gehörten zum Gerichtsbezirk Hietzing, Bezirkshauptmannschaft Sechshaus. 1869 wurde ein eigener Friedhof eröffnet, 1876 eine eigene Schule, ab 1886 installierte man eine Ortsbeleuchtung, ab 1898 entstand ein Gasglühlicht, 1913 erfolgte der Anschluss an die Wiener Hochquellenwasserleitung.

1927 wurde eine Autobuslinie nach Inzersdorf, 1930 eine weitere nach Laxenburg eingerichtet. Erlaa wurde 1938 eingemeindet und dem neugeschaffenen 25. Bezirk und seit 1946/1954 dem 23. Bezirk Liesing zugeteilt.

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