Über das Unternehmen
Seit 1611: Am Holzmarkt in der Gugl wurden schmiedeeiserne Nägel zum Bau der Häuser in Wien feilgeboten.
Seit 1837: Als Franz Regis Ertl nach Ausweis des Fonds von 4.000 fl. Gulden Conventionsmünze am 14.8.1837 als vermischter Warenhändler in Hauptsache, Eisen usw. die offizielle Ausübung des Gewerbes erlaubt wurde, war die „Goldene Kugel“ als Firmenwahrzeichen für dieses Gewerbe gewählt.
1868 entstand unter Franz Ertl eine reine Eisen- und Eisenwarenhandlung „Zur goldenen Kugel“, die 1895 an die Firma Dostal's Söhne, 1896 an die Firma Frankl, 1898 an die Firma Johann Hohmann, 1910 an den Herrn Hugo Hinze, 1945 an seinen Schwiegersohn Herrn Dipl. Ing. Fritz Langer, 1977 an seine Söhne Herrn Komm. Rat Peter und Dkfm. Werner Langer, 2003 an Herrn Roland Zemla und 2017 an Herrn Simon Danho überging.
Der mündlichen Überlieferung nach entstand der Name „Zur goldenen Kugel“ nach zwei Varianten: Das Gebiet zwischen der heutigen Floragasse und Mayerhofgasse hieß schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts „in der Gugel“, also könnte man diese Landbezeichnung als Vorstufe zu der späteren „Goldenen Kugel“ nehmen. Oder: 1611 erbte ein Goldschmied namens Christoff Gottschalk von seiner Frau das Gelände, wo jetzt das Goldene Kugelhaus steht. Die Chronik berichtet, dass der junge Meister 1597 als Goldschmied in die Lehre ging, 1608 das Bürgerrecht erwarb und bis 1618 als Goldschmied nachweisbar aufscheint.
Pest und die Türken vernichteten Menschen und Stätten, und wie die ganze Wieden eine Wüste und Einöde wurde, fiel auch das Goldene-Kugelhäuschen und Gebiet dem Zeitgeschehen zum Opfer. Erst als der Bürger Bernhard Oberhoffer das Gelände, das durch Erbschaft oder Kauf an ihn fiel, das Haus wieder aufbauen ließ und als Gerichtsgeschworener und Leutgeb ein Einkehrwirtshaus „Zur goldenen Kugel“ mit Schankgerechtsame vom 1.6.1686 erbaute. Somit kann man das Jahr 1686 als Geburtstag des Hausnamens ansehen.
Der Fortbestand des traditionsreichen Fachgeschäftes auf der Wiedner Hauptstraße schien gefährdet. Der seit mehr als 180 Jahren protokollierte Firmenname „Zur goldenen Kugel“ drohte aus dem Stadtbild zu verschwinden. Nach kurzen Analysen war der „Neue“, Simon Danho, überzeugt: „Ich will und werde dieses Geschäft in seiner Tradition weiterführen, aber auch über die eine oder andere Facette erneuern.“ Eisenwaren und Küchenbedarf wird der Kunde auch in Hinkunft bei der „Goldenen Kugel“ finden. Als Partnerbetrieb gehören wir zu Europas größter Fachgeschäfte-Gruppe mit über 2000 Standorten.
Zur Goldenen Kugel, Wiedner Hauptstraße 42, 1040 Wien. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00–18:00 Uhr, Samstag 9:00–13:00 Uhr.
www.goldenekugel.at

