Chronik

Bezirksvorstehung Innere Stadt, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien
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1900 wird der Minoritenplatz neu gestaltet, 1904–1912 die Postsparkasse nach Plänen Otto Wagners errichtet. 1905 demonstrieren 200.000 Menschen in der Wiener Innenstadt für das allgemeine Wahlrecht, 1908 findet der Kaiser-Huldigungs-Festzug zum 60-jährigen Regierungsjubiläum Franz Josephs I. auf der Ringstraße statt. 1910 öffnet das Volksbildungshaus „Wiener Urania", 1911 kommt es zu Teuerungsprotesten vor dem Rathaus und das Loos-Haus am Michaelerplatz wird fertiggestellt. 1914 bricht der Erste Weltkrieg aus; 1916 wird Ministerpräsident Karl Stürgkh ermordet und Kaiser Franz Joseph I. stirbt. 1918 kommt es zu Hungerdemonstrationen, am 12. November wird vor dem Parlament die Republik ausgerufen.

1924 sendet die RAVAG erstmals Radio aus dem Studio im Ministerium für Heerwesen am Stubenring, 1926 findet im Konzerthaus der erste Paneuropakongress statt. 1927 eskaliert der Generalstreik im Brand des Justizpalastes am 15. Juli mit 89 Toten und 600 Schwerverletzten. 1929 hält die Heimwehr eine Großkundgebung am Heldenplatz ab, 1932 wird das erste Hochhaus in der Herrengasse nach Plänen von Theiß und Jaksch fertiggestellt. 1933 wird das Parlament durch Selbstausschaltung außer Kraft gesetzt und ein autoritärer Ständestaat errichtet, der Schutzbund verboten, die Todesstrafe wiedereingeführt. 1934 folgen Generalstreik und Bürgerkrieg; Bürgermeister Seitz und die Stadträte Weber, Breitner, Danneberg und Glöckel werden im Rathaus verhaftet, Bundeskanzler Dollfuß wird am 30. Juli ermordet. 1935 findet der erste Opernball mit 4000 Gästen statt.

1938 erfolgt am 12. März die Annexion Österreichs, es beginnt die Ausplünderung jüdischer Geschäfte, am 15. März findet die Kundgebung am Heldenplatz statt, die Judenverfolgung beginnt. In der Reichskristallnacht am 9. November wird der Stadttempel wegen der engen Verbauung nicht zerstört, aber in der Folge als Sammellager genutzt. 1945 richten schwere Luftangriffe Bombenschäden in der Inneren Stadt an, unter anderem brennen Staatsoper und Stephansdom. 1952 zieht die 1945 zerstörte und neu gegossene Pummerin feierlich am Stephansplatz ein. 1955 eröffnet der Ringturm, Burgtheater und Staatsoper werden wiedereröffnet. 1956 brennt am 14. April die Börse.

1957 nimmt die Internationale Atomenergiebehörde ihren Sitz am Kärntner Ring 9–13. 1961 kommt es zum Großbrand in der Alten Universität, zugleich findet das Gipfeltreffen zwischen Chruschtschow und Kennedy statt. 1974 wird die Kärntner Straße Fußgängerzone, 1975 verüben Terroristen den Überfall auf das OPEC-Gebäude am Dr.-Karl-Lueger-Ring. 1981 kommt es am 29. August zum Blutbad in der Synagoge in der Seitenstettengasse mit zwei Toten und 20 Schwerverletzten. 1983 besucht Papst Johannes Paul II. Wien, 1986 wird der Stock-im-Eisen-Platz neu gestaltet, 1992 brennen die Redoutensäle.

Quelle: Bezirksmuseum Innere Stadt

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