Chronik

Bezirksvorstehung Landstraße, Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien
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Die Landstraße, der 3. Wiener Bezirk, wurde 1850 durch den Zusammenschluss der Vorstädte Erdberg, Landstraße und Weißgerber geschaffen.

Durch die Provisorische Gemeindeordnung wurde Wien 1850 als einheitliche Ortsgemeinde konstituiert, indem die Innere Stadt und die Vorstädte zusammengeschlossen wurden. Das neu geschaffene Gemeindegebiet gliederte man in 8 Bezirke, wobei auf die Grenzen der ehemaligen Vorstädte keine Rücksicht genommen wurde. Die Vorstädte Erdberg, Landstraße und Weißgerber wurden zum dritten Bezirk zusammengefasst; er erhielt den Namen der größten dieser drei Vorstädte. Der Bezirk erstreckt sich ursprünglich von der Heugasse, Prinz-Eugen-Straße bis zum Linienwall, von dort bis zum Donaukanal. Die Regulierung des Wienflusses und der Bau der Stadtbahn am Ende des 19. Jahrhunderts führten zu starken Veränderungen an der nördlichen Bezirksgrenze. Heute weist der Bezirk eine Fläche von 7,40 Quadratkilometer auf.

Siegel

Die Vorstadt Landstraße führte ein Grundgerichtssiegel, das den heiligen Nikolaus als ganze Figur zeigt, auf einem Abdruck auf einem Boden stehend, im bischöflichen Ornat, das Haupt mit der Inful bedeckt, in der rechten Hand den Bischofstab, mit der linken ein Buch haltend, auf dem drei Kugeln liegen. Gerichtssiegel der Vorstadt Landstraße in Wien. Das Siegel war 1904 eine Grundlage für die Gestaltung des Bezirkswappens Landstraße.

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