Chronik
1875 suchte Adolf Haardt für die Waren seiner Emaille-Fabrik im steirischen St. Michael an der Mur eine Verkaufsniederlassung in Wien und fand am heutigen Firmensitz in der Schottengasse ein Etablissement mit Fabriksbüro. Zur Entlastung nahm er in den frühen 1890er-Jahren Max Krüger als Leiter von Büro und Verkauf der Wiener Niederlassung auf; wenig später beteiligte er sich an der Emaille-Fabrik. Die Wiener Niederlassung firmierte fortan als Haardt & Co. Der rege Kaufmann Max Krüger initiierte 1909 den „Verband österreichischer und ungarischer Emaillwerke".
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg trat Adolf Haardts Sohn, Ing. Robert Haardt, in die Gesellschaft ein – ab diesem Zeitpunkt firmierte das Haus als R. Haardt & Krüger. Als 1918 der Export zum Stillstand kam, verließ Robert Haardt die Firma. Schon unter Max Krüger und Robert Haardt wurde auch Handelsware geführt; es entstand ein Großhandel für das gesamte Küchengerätesortiment. In den Jahren des Wiederaufbaus gelang es, die alten Verbindungen fortzuführen und mit dem modernen Marktgefüge schrittzuhalten.
Als Viktor Kratochwill aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste, übernahm seine Schwester Elenora Baldass das Detailgeschäft; 1963 nahm sie Dr. Peter Baldass in die Gesellschaft auf. Seit den 1960er-Jahren ist Haardt & Krüger für seine Auswahl an Porzellan, Besteck und Haushaltswaren bekannt – Hochzeitslisten erfreuten sich großer Beliebtheit. 1991 übernahm Familie Tazreiter das Unternehmen und führte es im Sinne der Firmenphilosophie weiter. 1999 wurde das Geschäft komplett modernisiert und neu gestaltet – die Liebe zur Emaille von einst blieb, heute schlägt das Herz von Haardt & Krüger aber auch für hochwertiges Design am Tisch und in der Küche.

