Chronik

Karlsplatz, 1040 Wien
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Elisabethbrücke, ehemalige Wienflussbrücke, Verbindung zwischen Kärntner Straße und Wiedner Hauptstraße; seit der Wienflusseinwölbung 1897 nicht mehr bestehend.

Die „Stainerne Prugken bey Chernerthor“ wurde 1400–1404 anstelle einer schon 1211 genannten Holzbrücke errichtet und war bereits 1414 mit dem Bäckerkreuz geschmückt. Im Lauf der Zeit kamen Statuen des heiligen Domitian, des heiligen Wenzel, des heiligen Johannes Nepomuk und der Schmerzhaften Muttergottes dorthin. Sie wurden 1821 anlässlich einer gründlichen Renovierung und Verbreiterung der Kärntnertorbrücke entfernt. Die Steinerne Brücke war ein mächtiges Bauwerk mit Fahrbahn und Gehweg, durch eine klafterhohe Mauer voneinander getrennt.

Am 16. September 1850 wurde die Brücke, nachdem 1846 bei einer Untersuchung deren Baufälligkeit festgestellt worden war, abgebrochen, eine Interimsbrücke errichtet und sodann eine neue steinerne Brücke nach dem Projekt Ludwig von Försters erbaut. Die Eröffnung war am 23. April 1854, Baukosten 431.458 Gulden 25 Kreuzer. Die Brücke erhielt ihren Namen nach der Braut Kaiser Franz Josephs, Elisabeth von Wittelsbach, die an diesem Tag über die Brücke ihren feierlichen Einzug hielt und auf dieser von Bürgermeister Johann Kaspar Seiller namens der Stadt willkommen geheißen wurde. Am 19. November 1867 wurden auf den Balustraden der Brücke Marmorstandbilder aufgestellt, die im Auftrag des Vereins zur Förderung der bildenden Künste geschaffen worden waren, sogenannte Elisabethbrückenstatuen.

Am 20. April 1897 wurde die Elisabethbrücke gesperrt und danach abgetragen, da sie durch die Wienflusseinwölbung, die mit dem Bau der Stadtbahn im Zusammenhang stand, überflüssig geworden war. Sie wurde zunächst 1897 durch eine Notbrücke ersetzt, bis 1900 der Karlsplatz in seinem heutigen Aussehen entstand.

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