Chronik
Margareten ist der 5. Wiener Bezirk. Er entstand 1861 und umfasst das Gebiet der ehemaligen Vorstädte Margareten, Hundsturm, Laurenzergrund, Matzleinsdorf, Nikolsdorf, Reinprechtsdorf sowie Teile von Hungelbrunn und der ehemaligen Vorstadt Wieden.
Durch die Provisorische Gemeindeordnung wurde Wien 1850 als einheitliche Ortsgemeinde konstituiert, indem die Innere Stadt und die Vorstädte zusammengeschlossen wurden. Das neu geschaffene Gemeindegebiet gliederte man in 8 Bezirke, wobei auf die Grenzen der ehemaligen Vorstädte keine Rücksicht genommen wurde. Die auf dem Gebiet des heutigen 5. Bezirks gelegenen Vorstädte waren 1850 zunächst gemeinsam mit der Wieden zum 4. Bezirk zusammengefasst worden. Nach längeren Beratungen wurde mit Gemeinderatsbeschluss vom 8. Oktober 1861 Margareten als eigener Gemeindebezirk konstituiert und vom 4. Bezirk Wieden administrativ getrennt. Die Teilung erfolgte, entgegen den Vorschlägen der Opposition im Gemeinderat, nicht, wie dies bei den heutigen Bezirken 6–9 der Fall ist, entlang von Ausfallstraßen, sondern parallel zur Ringstraße.
Der neue Bezirk reichte zunächst über den Linienwall hinaus und umfasste auch Teile des heutigen 10. und 12. Bezirks. Die Grenze zum 10. Bezirk Favoriten wurde bei dessen Eingemeindung 1874 neu fixiert, die Grenze zum 12. Bezirk Meidling erst 1907, als der „Neumargareten" genannte und jenseits des Gürtels gelegene Teil abgetrennt wurde. Die Grenze zu Wieden bildete die Kettenbrückengasse, Kleine Neugasse, Mittersteig, Ziegelofengasse und die Blechturmgasse bis zum Linienwall, später die Gürtelstraße. Heute erstreckt sich der Bezirk vom Wiental auf dem flachen Nordhang der Arsenalterrasse bis hin zu den ansteigenden Ausläufern des Wienerbergs und Laaer Bergs. Er umfasst eine Fläche von 2,01 Quadratkilometern.

