Chronik
Beim Novemberpogrom in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird die Synagoge in der Neudeggergasse 12 zerstört, 1944-1945 erleidet die Josefstadt zahlreiche Bombenschäden. 1945 formiert sich im Palais Auersperg die Widerstandsgruppe O5, von 1945 bis 1955 ist der 8. Bezirk amerikanische Besatzungszone. 1948 konstituiert sich der Museumsverein Josefstadt, 1959-1964 ist Maria Franc als erste weibliche Bezirksvorsteherin Wiens in der Josefstadt im Amt. 1963 wird das „Vienna's English Theatre" gegründet, seit 1974 in der Josefsgasse 12 beheimatet.
1965-1968 entsteht eine Volks- und Hauptschule in der Pfeilgasse 42b, später erweitert zur Josefstädter Straße 93-97 mit Kindertagesheim und Turnsaal. 1969 wird das „Haus des Buches" in der Skodagasse 20 gebaut, 1973 das Wohn- und Sterbehaus des Zwölfton-Musik-Komponisten Josef Matthias Hauer in der Bennogasse 2 abgebrochen. 1983 eröffnet das Kabarett Niedermair in der Lenaugasse 1A, 1988 wird der Platz an der Kreuzung Albertgasse/Skodagasse/Josefstädter Straße nach dem Komponisten Josef Matthias Hauer benannt. 1989 eröffnet der Tiger-Park zwischen Lerchen- und Tigergasse, 1992 wird das Bezirksmuseum Josefstadt im renovierten Haus Schmidgasse 18 wiedereröffnet.
1993 eröffnet das Bezirksgericht Josefstadt in der Florianigasse 8, 1995 wird die platzartige Kreuzung Buchfeldgasse/Schmidgasse nach dem sozialdemokratischen Bezirks- und Gemeinderat Ludwig Sackmauer benannt, der von 1954 bis 1992 Leiter des Bezirksmuseums Josefstadt war. 2003 übersiedelt die Hauptbibliothek der Büchereien Wien aus dem „Haus des Buches" auf den Urban-Loritz-Platz, in das alte Gebäude zieht die Zentrale der Musikschulen der Stadt Wien ein. 2006 wird der Schlesingerplatz nach Therese Schlesinger, einer jüdischen Politikerin, Frauenrechtlerin und Schriftstellerin, umbenannt – nicht mehr nach Josef Schlesinger, einem bekannten antisemitischen Professor. 2010 erfolgt die Restitution des Sanatoriums Fürth in der Schmidgasse 14, nach Verkauf Restaurierung und Umbau zu einem Wohnhaus. 2011 eröffnet ein Hotel im ehemaligen Direktionsgebäude der städtischen Gaswerke, Josefstädter Straße 12. 2015 zieht das Institut für Höhere Studien in das Palais Strozzi ein, von 1940 bis 2012 war dort das Finanzamt für die Bezirke 8, 16 und 17 untergebracht. 2016 eröffnet die „Residenz Josefstadt" im ehemaligen Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen am Hamerlingplatz.

